Cheshire Cat

Figur aus Lewis Carrolls (1832-1898) Alice im Wunderland, oft mit „Grinsekatze“ übersetzt. Das Tier taucht im sechsten Kapitel des Buchs auf: Ferkel und Pfeffer (Schweine im Weltall). Das Besondere: Das Lächeln der C.C. kann erscheinen, ohne dass ihr Körper anwesend ist. Damit nimmt sie einen besonderen Platz im Materialismusstreit ein (Schmerz im Zeh): Sie besitzt selbst dann noch Attribute, wenn bereits ihre gesamte Materie verschwunden ist. Und gemeinhin gilt ja die Materie als Trägerin der Attribute. Die C.C. stellt also die Frage auf den Kopf, ob es jenseits der wahrgenommen Attribute Materie gibt, also ob es „das Ding an sich“ oder sowas gibt. Sie fragt:  Was wären Attribute ohne Materie? Gibt es so etwas wie eine „reine Erscheinung“ (Geist, Stabat mater)? (Die C.C. ist unseres Wissens nach nicht verwandt mit der Manekineko, eine japanische, nach einer Schicksalsgöttin benannte güldene Glückskatze, die zwar nicht grinst, dafür aber winkt. Und winkt. Und winkt.)

Schrödingers Katze