Schrödingers Katze

Ein Gedankenexperiment, das ein paradoxes Phänomen der Quantenphysik (die Superposition) in die Makrowelt überträgt, um zu veranschaulichen, wie absurd es sich in unserer Alltagserfahrung ausnehmen würde: So können Quantenobjekte wie zum Beispiel Photonen oder Elektronen gleichzeitig verschiedene Zustände anneh-men, die sich überlagern. Alles schwankt in der Welt der Quanten, alles fluktuiert – auch Raum und Zeit. Damit ich Informationen über ein Quantenobjekt erhalte, muss es eine physikalische Wechselwirkung eingehen mit der Umwelt. Sobald dies geschieht, zum Beispiel in Form einer Messung, legt sich einer der möglichen Zustände als Eigenschaft fest. Der andere verschwindet. Der Physiker Erwin Schrödinger (1887 – 1962) erläutert dies nun so: Ein Katze ist in einer Kiste eingesperrt, in der sich eine Höllenmaschine bendet. Diese besteht aus drei Teilen: einem radioaktiven Element, das zerfallen kann, einem Hammer, der durch den Zerfall ausgelöst wird, und eine Glaskugel, die durch den fallenden Hammer zerbricht und ein Gigas freigibt, das die Katze tötet. Da von außen niemand sagen kann, in welchem Zustand das radioaktive Teilchen ist, weiß auch niemand, ob die Katze lebendig ist oder tot: sie ist beides zugleich. Erst wenn ich die Kiste öffne, um zu beobachten, was in ihr vor sich geht, werde ich eine lebendige oder tote Katze vorfinden. Unsere Alltagserfahrung lehrt uns aber, dass es nur entweder lebendige oder tote Katzen gibt – auch wenn diese mindestens sieben Leben haben. Die spannende Frage dürfte sein, wann und wie unsere kleinsten Bausteine ihre seltsamen Qualitäten verlieren und zu klassischen Objekten werden, an denen man sich den Kopf stoßen kann oder um die man kämpfen muss.

Heftiger Tritt vors Schienbein, Schmerz im Zeh, Wasser

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