Mr. Beam

Kosename für den Wiener Quantenphysiker Anton Zeilinger (*1945), der in seinen spektakulären Experimenten auf den Kanarischen Inseln mittlerweile die Eigenschaften auch großer Moleküle von einer Insel auf die andere teleportiert. Durch spezielle physikalische Prozesse wird das Verhalten von zwei Teilchen untrennbar miteinander verbunden. Ändert man nun das Verhalten eines Teilchens, so ändern sich dieses zeitgleich auch bei dem anderen Teilchen. Wundersamerweise ohne dass Information irgendeine Strecke zurücklegen würde. Das klappt theoretisch auch über Entfernungen von vielen Lichtjahren. Klingt nach Star Trek? Erinnert an “Beam me up, Scotty”? Nun, um Menschen zu beamen, zum Beispiel Schauspieler Oliver Kraushaar zum Currywurstessen nach Dortmund oder Schauspieler Andreas Beck zum gleichen Zweck nach Berlin (Einstein-Rosen-Brücke), muss allerdings noch einiges an technischer Innovation geschehen – was den US-Physiker Michio Kaku (*1947) dazu veranlasste, die Teleportation als Unmöglichkeit ersten Grades einzustufen (auf einer Skala von 1 bis 3), gemeinsam mit der Telepathie und der Unsichtbarkeit. Zum Vergleich: Eine Unmöglichkeit zweiten Grades wären Zeitreisen, eine Unmöglichkeit dritten Grades wäre ein Perpetuum Mobile.

 

Veröffentlicht am in Allgemein by Sibylle Baschung | publish