Sirtaki, der

Ein langsam beginnendes, sich zu immer größerer Schnelligkeit steigerndes Musikstück, das gemeinhin als Zeichen griechischer Lebenskunst interpretiert wird: ein vermeintlich traditioneller Volkstanz, mit dem schon die alten Hellenen im Südthessalien des 7. Jahrhunderts v. u. Z. ihre Freude zum Ausdruck gebracht haben sollen – zum Beispiel diejenige über eine unerwartete Erkenntnis, wie sie der bedeutendste Mathematiker der Antike, Archimedes von Syrakus (287 – 212 v. u. Z.) , gewann, als er beim Baden (Wasser) das Archimedische Prinzip entdeckt hatte. Erfunden wurde die heimliche Nationalhymne Griechenlands allerdings erst 1964 – und zwar von Mikis Theodorakis (*1925), dem Komponisten der Filmmusik zu Alexis Zorbas, in dessen berühmter Schlussszene zwei Männer mit dem S. nicht nur den spektakulären Zusammenbruch ihrer Pläne, sondern auch ihre darüber hinaus bestehende Liebe feiern. Heureka!

Newton