Brei der Wirklichkeit, der

Etwas grobschlächtiges, aber dennoch eingängiges Bild für eine Welt, in der sich nichts mehr klar vom anderen abgrenzen lässt, was einer stückweiten Auflösung eindeutiger Identitäten gleichkommt (Schöpfen heißt Grenzen ziehen). In einer solchen Welt gibt es nur noch unmerkliche Übergänge und sanfte Schwellen, Dehnungen, Wirbel und ständige Verschiebungen, eine Tektonik des Zähen; nicht einmal mehr Schichtungen, sondern ein kontinuierliches Werden und Transformieren, sterbend leben und lebend sterben, Haut auf Haut, ein fortwährendes Umstülpen, ein nimmermüder Austausch von Materie und Ideen, wobei auch diese Unterscheidung ungültig wird: Innen und Außen, Geist und Körper sind nicht mehr voneinander getrennt (Möbiusschleife), sondern durchdringen einander und heben sich auf; das Eigentum hebt sich auf, Entfernungen ent-fernen sich, die Ursache verschlingt sich selbst und spuckt sich als Wirkung wieder aus, rückwärts und vorwärts und richtungslos in
der Zeit; alles ist Teilung, in den kleinsten Teilchen verbergen sich wie zufällig die Galaxien, die wiederum randvoll gefüllt sind mit Zufällen (Schock) und Teilchen, alles hebt sich auf für den Augenblick, der die Ewigkeit enthält wie das Meer die Tropfen: Anfangen und Enden sind eins und nicht eins.

Einsteins Verzweiflung, Quantenphysik, Schmerz im ZehWeltmaschineWürde der Abstände