Raum und Zeit

Leben und Theaterkunst ereignen sich in R. u. Z. (Theater (Minimaldenition)).
Die Vorstellungen davon, was das ist, haben sich im Laufe der Geschichte verändert.
Wie reagiert das eater darauf? Am eklatantesten dürfte Einsteins Relativitätstheorie den Wandel unserer Zeit- und Raum-Vorstellungen deutlich machen. Vor 1915 stellte man sich den Raum als festgelegten Rahmen vor, den die Ereignisse, die sich in ihm abspielen, nicht beeinflussen und umgekehrt (Newton). Dieser Raumtyp entspricht der zweiten Phase der Globalisierung, wie sie Sloterdijk (*1947) beschreibt (Anzahl der Globalisierungsphasen). Relevant für den Raumtyp der dritten Phase der Globalisierung, in welcher wir mittendrin stecken, ist jedoch die Quantenphysik. Die technische Nutzung ihrer Erkenntnisse (Quantentechnologie) ermöglicht u.a. den digitalen Raum. Alles, was sich in digitale Information verwandeln lässt, kann diesen Raum in Lichtgeschwindigkeit passieren (Glasfaser, Dampf) und damit nahezu zeitgleich (Latenz) an mehreren Orten auf der Welt sein (Paralleluniversen). Welche Möglichkeiten (und Verpflichtungen) eröffnet dieser dritte Raumtyp dem Theater?

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