Würde der Abstände, die

Ein Wort von Peter Sloterdijk (*1947), das dem Getrenntsein, dem Nichts-voneinander-wissen-wollen und der Abgewandtheit einen regelrechten moralischen Wert beimisst (Schöpfen heißt Grenzen ziehen). Sloterdijk diagnostiziert auf dem Höhepunkt der elektrischen Globalisierung einen allgemein gewordenen Imperativ zur Kommunikation und zum globalen Mitfühlen (der „vibrierende Gelee“ aus sich nivellierender, globaler Dauerkommunikation). Er wertet den Verlust der Abstände und des Getrenntseins im Zuge der Globalisierung als allgemeinen Verlust für das Dasein – wozu habe denn der Mensch unter den Säugetieren den breitesten Rücken, wenn nicht dafür ihn den Anderen zuzuwenden?

Anzahl der Globalisierungsphasen, Brei der Wirklichkeit, Glasfaser, Mauer, Theater (Minimaldefinition)