Quant, das

Kleinstmöglicher Wert einer physikalischen Größe oder anders gesagt: Mit Q.en werden die kleinsten Energieeinheiten bezeichnet, die sich unter bestimmten Bedingungen wie Teilchen verhalten können. Das bekannteste Q. ist das Lichtq., auch Photon genannt. Die „Teilchen“ innerhalb eines Atoms – Elektronen zum Beispiel – sind keine Festkörper im Sinne der klassischen Physik. Sie sind vielmehr recht abstrakte kleine Kerlchen (Mystery Man). Sie können, vereinfacht gesagt, verschiedene Zustände zur gleichen Zeit annehmen (Schrödingers Katze). Beinahe unmöglich schien es den Physikern, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit der Erforschung der Atome beschäftigten, den Gedanken zu akzeptieren, dass etwas gleichzeitig ein Teilchen sein kann, also eine auf ein sehr kleines Volumen begrenzte Einheit, und eine Welle, die sich über eine weite Distanz erstreckt. Das Paradox ließ sich erst dadurch lösen, dass man es akzeptierte. Man erkannte, dass sich die Begriffe „Teilchen“ und „Welle“ auf Vorstellungen des mechanistisch-kartesianischen Weltbildes der klassischen Physik (Weltmaschine) beziehen und nicht ausreichen, um atomare Erscheinungen zu beschreiben. In der Welt des Allerkleinsten, in der Q.enwelt, ist alles viel seltsamer und schräger, uneindeutiger und abgründiger (Brei der Wirklichkeit) als in unserer Alltagserfahrung, in der Newton (1642 – 1726) immer noch irgendwie recht behält: Äpfel fallen sehr wohl nach unten und unter Umständen auf Köpfe, materielle Ressourcen können knapper werden (Wasser), Supermärkte schließen um 20 Uhr und die Spielzeugindustrie bugsiert Jungs und Mädchen schon ab der Krabbelgruppe in vorproduzierte Identitäten hinein (Fred).