CERN

Großforschungseinrichtung für Kern- und Teilchenphysik im Kanton Genf (CH). In einer gewaltigen internationalen Anstrengung versuchen dort zehntausende Forscherinnen und Forscher emsig wie die Ameisen seit 1952 weitere Aufschlüsse darüber zu finden, wie dieses ganze Zeugs, das uns Menschen umgibt und aus dem auch wir bestehen, denn nun eigentlich wirklich aufgebaut ist. Und: nach welchen Gesetzen (oder Nicht-Gesetzen) es sich verändert. Zum Beispiel werden in kilometerlangen, kreisförmigen Beschleunigern winzige Teilchen (Protonen, Neutronen, Elektronen) mit Hilfe von sehr, sehr kalten Magneten auf sehr, sehr hohe Geschwindigkeiten und anschließend zur Kollision gebracht. Beim Crash beobachten die Forscherinnen teils ziemlich erstaunt (Schock), was dabei für Teilchen und Antiteilchen (Anti -Atome)
entstehen und vergehen, und wie diese sich verhalten. Die Millionen Messergebnisse werden dann im sogenannten Standardmodell systematisiert – das nun seit über 50 Jahren unwiderlegt ist, aber trotz seiner Eleganz noch nicht alle beobachtbaren Phänomene im Kosmos erklären kann. Was also die Welt im Innersten zusammenhält, wird eher unklarer als klarer, eher komplizierter als fassbarer, je mehr wir wissen.  „Es verhält sich so mit der Teilchenkollision,“ erklärte uns ein Physiker, „als ob wir eine Banane auf ein Kaninchen knallen lassen, und heraus kommt ein Auto. Und dann sitzen wir dort und fragen uns, wie das eigentlich sein kann.“

Naturwissenschaften und Kunst, Newton, Weltmaschine